Montag, 20. Oktober 2014

[Rezension] Die Bestimmung - Veronika Roth


Die Bestimmung - Veronika Roth

(gebundene Ausgabe)
 

Soweit ich weiß, fällt diese Reihe unter die Dystopien. Cool finde ich, dass dieses
Genre in großen Buchhandlungen eigenständig geführt wird. Aber das ist ein
anderes Thema.

Der Inhalt:
Der erste Band, der bereits abgeschlossenen Trilogie behandelt das Leben von Tris, die in einer Gesellschaft lebt, in der es 5 Fraktionen gibt, denen man sich in einem bestimmten Alter zuordnen muss. Durch einen Test soll jeder Jugendliche Klarheit darüber erlangen, wo er im Leben hin gehört. Hier beginnt Tris
abzuweichen. Der Test geht schief, sie entscheidet sich aus einem Bauchgefühl/Wunsch für eine der aggressivere Fraktionen und muss lernen alle Ängste und Zweifel,  jeden Familiensinn zu überwinden um zu überleben.
Bald stellt sich heraus, dass dieses System doch nicht so perfekt ist, wie es alle glauben. Machtgier und Ignoranz sind auch in dieser Welt vertreten,  sodass sich die Wissensdurstigen über den Rest der Menschen erheben und vor keinem grausamen Mittel zurückschrecken um die jetzige, sehr genügsame, Regierung abzusetzen.
Manchen gelingt die Flucht aus dem Putsch, doch wie es scheint weiß keiner so genau wie es weiter gehen soll...

Was ich denke:
Was mich auch hier etwas stört, ist die Erzählung aus der ich Perspektive. Ich empfinde diese Schreibweise immer etwas anstrengender zu lesen, als die des allwissenden Erzählers. Außerdem erfasse ich so den Inhalt auch etwas langsamer. Das ist natürlich eine sehr, sehr subjektive Wahrnehmung, die wahrscheinlich auch
kaum relevant für irgendwen sind. Nur ein kleiner Ausflug in die Selbstreflektion.
Die Hauptfigur Tris finde ich sympathisch. Es ist leicht sich in sie hineinzuversetzen,  ganz besonders da ihre Probleme,  Ängste und Bedenken auf die eine oder andere Weise genau die sind, die jeder von uns hat. Die Entwicklung die sie durchläuft ist klar, vielleicht auch ein bisschen vorhersehbar, aber dass sie über sich hinaus wächst bewundere ich.
Four steht an Tris Seite. Auch wenn es nicht so scheint ist er es immer. Ich mag seine Ruhe, den Durchblick welchen er hat und ich 'mag' auch seine Vergangenheit. Die offensichtlich den größten Einfluss auf ihn,  also insbesondere seine Entscheidungen, ausgeübt hat. Ob sie ihn auch noch jetzt im Griff hat ist noch nicht genau zu sagen. Hoffe darauf,  dass im nächsten Band noch ein paar Dinge aufgedeckt werden. Sachen die seinen Charakter vielleicht noch weiter erklären.
Wen gibt es sonst noch?
Die Freunde, Feinde und andere Charaktere sind etwas zu schnell in ihre Kategorien einzuordnen, aber bringen das Leben in die Geschichte,
die es braucht.
Ich bin ein Fan vom Ende des ersten Teils, es macht Lust auf mehr. Die Flucht, die Ungewissheit alles was zu einem guten Cliffhanger dazu gehört.
Der zweite Band ist schon bestellt. Hoffe er kommt bald an!

Das Fazit:
Ein toller Auftakt zu einer Trilogie, die auf jeden Fall das Potenzial hat in meine Hitliste aufgenommen zu werden. Muss natürlich zugeben, dass ich generell ein großer Fan von Dystopien bin und es solche Bücher auch manchmal zu leicht haben mich in ihren Bann zu ziehen. Um weiterhin bei der Wahrheit zu bleiben, ich habe mir dieses Buch nur aufgrund des erscheinen von dem Film zugelegt. Aber erst das Buch gelesen und DANN den Film geschaut.
Wieder zurück zum Buch: Ich empfehle es auf jeden Fall weiter und zwar jedem, der auf die Tribute von Panem stand oder generell auf Bücher in denen die Hauptperson eine Wandlung durchmacht, die einen einfach nur mitreißt und begeistert.

Die Wertung:
Das Buch erhält 5 von 5 Punkten.

(20.10.2014)
 

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