Mittwoch, 22. Oktober 2014

[Rezension] Die Beschenkte - Kristin Cashore

Die Beschenkte – Kristin Cashore

(Taschenbuch)

Verlag: Carlsen


Auch dieses Buch stellt den Auftakt zu einer Trilogie dar. Dieses Buch habe ich günstig auf einem Büchermarkt erstanden, direkt mit dem Folgeband zusammen.

Der Inhalt:
Menschen deren Augenfarbe unterschiedlich ist.
Menschen vor denen sich im Grunde jeder in Acht nimmt, wenn nicht sogar zu Tode fürchtet.
Menschen, die als Werkzeug gesehen werden und nicht als die besonderen Menschen, die sie eigentlich sind.
Um dieser Situation zu entfliehen baut Katsa eine Gruppe auf, die es sich zur Aufgabe macht Leute aus Gefahren (Haft oder ähnliches) zu befreien und vielleicht sogar die Strippenzieher im Hintergrund zu sein.
Bald ist ihr Fass, an schlechter Behandlung, die sie erträgt, zum Überlaufen gebracht. Sodass sie sich mithilfe ihrer besonderen Gabe daran macht eine Prinzessin aus den düsteren Fängen ihres Vaters zu befreien. Es stellt sich heraus, dass der König manipulativ und hinterhältig ist. Die junge Prinzessin ist trotz aller Bemühungen nicht so schnell aus der akuten Gefahr heraus zu holen. Es folgt ein kurzer heftige Schluss, sowohl brutal als auch emotional…

Was ich denke:
Die Beschenkten haben ungewöhnliche Gaben, die sich in jungen Jahren auf die eine oder andere Weise äußert. Oftmals sind es die verschiedenfarbige Augen, die als erste Anzeichen auftauchen und die Menschen in Angst versetzen und schnell zur Seite weichen lässt.
Katsa gehört zu den Beschenkten und ist durch Ihre Gabe mühelos zu töten bei Königen beliebt und beim Volk gefürchtet. Sie versucht ihre Taten mit Ihren Projekt wieder wett zu machen, doch ihre innere Zerrissenheit lässt sie nie ganz an sich selbst glauben. Erst als aus ihrer Bekanntschaft, mit dem geheimnisvollen beschenkten Bo mehr wird als nur ein Kampfpartner, fängt sie an die Kehrseite ihrer Gabe zu beachten. Ich finde Katsa kratzbürstig, aber sie stellt eine wirklich nette Heldin dar. Ich finde ihr Verhalten oft imposant.
Aber Bo ist derjeniege, den ich an diesem Buch sehr ins Herz geschlossen habe. Auch wenn er es durch seine Geburt um einiges leichter hatte als Katsa, ist er genauso realistisch eingestellt und weiß wie es um die Beschenkten steht. Manchmal ist er zu sehr von sich selbst überzeugt, aber seine Fehler rechtfertigen ganz bestimmt nicht das Schicksal, das ihn am Ende des Buches ereilt. Schockierend und unerwartet.
Der Großteil der Geschichte dreht sich um diese beiden, später erhält natürlich auch die junge Prinzessin ihren Platz in der Geschichte. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen, das schnell lernen musste, wen es zu fürchten gilt und das nicht jeder beschenkte leicht zu identifizieren ist. Ihren Überlebenswillen und ihre Leichtigkeit Menschen ins Herz zu schließen gefällt mir.
Was mir nicht gefällt ist der Schluss. Er lässt so viele Fragen offen, die hoffentlich im zweiten Teil beantwortet werden.

Das Fazit:
Eines der besten Spontankäufe, die ich seit langem getätigt habe. Jedem zu empfehlen, der auf ungewöhnliche `menschliche` Fähigkeiten steht und ein bis zwei gut besetzte Außenseiterrollen zu schätzen weiß.
Ich hoffe die männliche Hauptrolle gefällt euch auch so gut wie mir, denn ohne ihn wäre das Buch nur halb so gut.

Die Wertung:
Hier gibt es 3 von 5 Punkten. Das Cover ist leider ein bisschen unscheinbar und mir deswegen, trotz vielmaligen in die Hände nehmen, erst spät in meine Einkaufstüte gewandert. Die Geschichte muss gelesen werden!!

(22.10.2014)

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