Mittwoch, 22. Oktober 2014

[Rezension] Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit - Veronica Roth


Die Bestimmung (Tödliche Wahrheit) – Veronica Roth
(gebundene Ausgabe)


 
Dieses Buch stellt für mich ganz klar eine Steigerung zum ersten Teil dar.

 
Der Inhalt:
Nachdem die flüchtigen bei den Amite gelandet sind, platzen die Ken in den vermeintlichen Frieden & scheuchen Tris, Tobias und die anderen aus ihrem Versteck, sodass sie direkt in die Arme der Fraktionslosen laufen. Dort hält sich eine Überraschung für alle bereit.
Die Flucht ist noch lange nicht vorbei,  sie landen bei den Candor. Selbst wenn sich die Gruppe zwischenzeitlich in Sicherheit wähnt, kämpft Tris weiter mit ihren Schuldgefühlen,  sehnt sich danach von diesen los zu kommen und lehnt sich nicht nur einmal viel zu weit aus dem Fenster. Es kommt zur Weiterentwicklung der vielen verschiedenen Aspekte,  die in diesen
Kampf mit hinein spielen. Dadurch entfernen Tobias und Tris sich immer weiter voneinander, ob die beiden wieder zusammenfinden,  ist eine Frage, die immer weiter in den Mittelpunkt rückt. Die Ereignisse fangen sich am Ende an zu überschlagen. Jeder arbeitet gegen jeden. Die Bündnisse zersplittern und das Ende die absolute Wende bringt... Oder?!?

 
Was ich denke:
Fangen wir mit der total traumatisierten Tris an, die seitdem sie ihren Freund Will (der sie in der Simulation steckend bedrohte) umbringen musste, keine Waffe mehr anrühren kann.
Ihre neu erwachte Todessehnsucht gepaart mit ihrer Angst bringt sie in ständige
Schwierigkeiten. Tobias kann das nicht mit ansehen,  sodass er immer wieder versucht zu
ihr durchzudringen und von diesem Trip runter zu bringen. Beide entfernen sich durch
eigenes zu tun immer weiter voneinander. Was wirklich schrecklich ist mit anzusehen. Ich
empfinde Tris in dieser Situation wirklich als die dickköpfigere von beiden,  wenn sie doch
nur einmal ein bisschen nachgegeben hätte...
Aber da kann man das Buch solange schütteln und anmeckern wie man will, es reagiert einfach nicht ;)
Tobias verhält sich auch komisch. Leider bekommt man in sein Innenleben nie einen
wirklichen Einblick, da dieses Buch, genauso wie das erste aus Tris Perspektive
geschrieben ist. Ich habe die ganze Zeit über gehofft,  dass er sich nur so auf die Frau
einlässt,  die ihn als erste in seinem Leben verlassen hat, um einen höheren Plan zu
verfolgen. Wenn dem so ist,  bewundere ich ihn für sein schauspielerisches Talent.
Weiterhin tauchen auch die bekannten Personen wie Marcus (Tobias Vater, der sich immer noch nicht sehr kooperativ zeigt, immer noch versucht die Oberhand über alles zu behalten),
Caleb (der netteste und hilfreichste Bruder auf der Welt, leider nur nicht so verlässlich und vertrauenswürdig, wie er den Anschein macht) oder es taucht Christina mit neuem Hass, einem viel zu großen Herzen (das ist zumindest meine Meinung, ich hätte nicht einfach so alles verzeihen können) und ihrer alten Entschlossenheit.

 
Das Fazit:
Dieser Teil ist viel abwechslungsreicher als der erste. Ich bin leider in diesem Teil nicht der größte Fan von Tris,  da sie mir zu wehleidig (klar, sie musste viel durchmachen, ihre Reaktionen sind völlig normal, aber es ist eine automatische Abneigung die mich bei solch einem Verhalten überfällt...) ist.
Dieser Teil legt auf jeden Fall an Tempo zu. Es gibt viele kleine Kampfszenen, dementsprechend auch viele Fluchtszenen. Verzweiflung,  Pläne schmieden, Hoffnungsschimmer, Bündnisse schließen,  über seinen eigenen Schatten springen,  das macht dieses Buch sowas von lesenswert. Man muss natürlich den ersten Band lesen, aber ganz klar, der ist nur der Auftakt zu etwas ganz tollen.

 
Die Wertung:
Auch hier gebe ich wieder 5 von 5 Punkten.

(22.10.2014)

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