Samstag, 15. November 2014

[Rezension] Die Bestimmung: Letzte Entscheidung - Veronica Roth

Die Bestimmung (Letzte Entscheidung) – Veronica Roth

(gebundene Ausgabe)

 
Verlag: cbt

 
In diesem Buch sind circa 500 Seiten von einer Geschichte, die hier ihren Abschluss findet. Das Ende vom Ende ist ja auch gut.

 
Der Inhalt:
Was ist richtig: Fraktionssystem oder Fraktionslosensystem? Das ist gar nicht leicht zu entscheiden, besonders wenn Mutter und Vater die gegensätzlichen Gruppierungen anführen.
Tris, Tobias, Christina, Cara und andere fliehen aus der Stadt und werden da von längst tot geglaubten Feroxanhängern aufgegabelt, die sie in eine neue Welt bringen. Doch ob in dieser Welt alles besser ist, daran kommen schnell Zweifel auf.
Jetzt heißt es wieder die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit nicht nur Opfer verhindert werden können, sondern auch ein Umdenken in den Köpfen aller Menschen stattfindet. Dafür müssen sich Tris und Tobias wieder in größte Gefahr bringen, ob es sich lohnt so sehr für Ideale und das allgemeine Wohlergehen zu kämpfen, wird sich erst noch raus stellen.

 
Was ich denke:
500 Seiten. Es waren nur 500 Seiten und ich habe mir einen Wolf gelesen. Zwischenzeitlich habe ich mir gewünscht, dass irgendetwas explodiert und das Buch ein plötzliches Ende findet. Das wäre mir gegenüber verdammt nochmal rücksichtsvoll gewesen.
Also, der letzte Teil dieser Geschichte ist sowohl aus Tris‘ als auch aus Tobias‘ Sicht geschrieben. Am Anfang denkt man: Super Idee, bringt das Buch bestimmt weiter. Aber nein. Beide Personen sind in einem so ähnlichen Stil geschrieben, dass ich ohne die Hinweise am Kapitelanfang keinen Unterschied bemerkt hätte.
Außerdem ging es nicht voran. Im Grunde waren 2/3 des Buches Schrott. Klar, hat er mich weiter gebracht, immer weiter in Richtung Zielgerade geschoben, aber der Weg zu den wirklich phänomenalen letzten 120 Seiten (circa Angabe) war schmerzhaft.
Auf dem Weg dahin habe ich Tobias hassen gelernt (ja gut, er hat seine Sache am Ende wirklich gut gemacht und ich hab mich wieder mit ihm versöhnt), aber er war wie eine rückratlose Schnecke. Er hat genervt. 
Tris wurde zu einer überheblichen Kuh, aber für dieses Ende bewundere ich die Autorin und bin wirklich super zufrieden mit einem so starken Abschluss, ohne Weichei-Ausweichen (mehr Hinweise auf den Schluss gibt’s nicht, nachher bin ich noch Schuld, das ich das spannendste an diesem Buch verrate).
Mit allen anderen Charakteren bin ich im Grunde zufrieden. Auch die die neu hinzukommen finde ich sympathisch, das gilt auch für unseren Peter.

 
Das Fazit:
Man muss das Buch lesen, damit man die Reihe abschließen kann, aber hätte ich es vermeiden können, hätte ich es im Regal stehen lassen.
Es kann in keiner Weise mit den zwei vorhergegangenen Bänden mithalten. Die waren toll. Die waren schlüssig und peppig. Hier wurde ein Abschluss abgeliefert der weder fulminant noch großartig war. Ich würde mal sagen, er ist einfach nur da.

 
Die Wertung:
Es bekommt 1 von 5 Punkten. Schade drum, aber das wars.

 
(15.11.2014)

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