Samstag, 29. November 2014

[Rezension] Die Königliche - Kristin Cashore


Die Königliche – Kristin Cashore



(Taschenbuch)






Während ich das Buch gelesen habe, war ich mir nicht mehr sicher ob es nur eine Trilogie war, oder ob mich nach diesem Band noch ein vierter Band erwartet. Bekam nämlich das Gefühl, das meine Erwartungen an das Buch nicht auf ca. 550 Seiten passen können. Antwort war aber das dieses Buch den Abschluss dieser Reihe bildet.
Der Inhalt:
Das Buch spielt acht Jahre nach dem ersten Band „Die Beschenkte“.
Bitterblue ist Königin von Monsea, sie steht an der Spitze eines traumatisierten Landes, das sich sogar noch acht Jahre nach dem Sturz des tyrannischen Königs Leck, in einer Art Angststarre befindet. Auch Bitterblue ist nicht davon überzeugt, dass alles an ihrem Hof mit rechten Dingen zugeht, dafür verhalten sich ihre Berater zu merkwürdig. Hat sich unter Lecks Herrschaft noch mehr angespielt als ihr bisher bewusst ist!?
Ihre Suche nach Antworten führt sie aus der vermeintlichen Sicherheit des Schlosses ins Herz der Stadt. Dort lernt sie Menschen kennen, denen sie langsam anfängt zu trauen und daraufhin anfängt das gesamte Ausmaß der gebrochenen Bevölkerung zu erkennen. Doch um etwas zu ändern muss sie die Stärke finden, die eine wahre Königin innehat. Hat sie diese, oder ist sie auch eine verlorene Figur auf einem längst verlassenen Spielfeld?
 
Was ich denke:
Das Buch beginnt rasant, zieht mich direkt in den Bann einer erwachsenen Bitterblue, die ich durch ihre direkte nicht zurückhaltende Art in mein Herz schließe und als Katsa und Bo recht bald wieder auf der Bildfläche erscheinen, bin ich ganz Hin und Weg. Leider kommt dann der sehr laaange Mittelteil des Buches, in dem  sich all Charaktere in einer Art Schwebe befinden. Es liegt viel Streit in der Luft, die sich in Trübsal, Krankheit und noch mehr Auseinandersetzungen widerspiegelt.
Hier fing ich an mir die Frage zu stellen, wann der zweite Band „Die Flammende“ wieder eine Rolle spielen sollte? Oder war es nur ein Lückenfüller um mir Lecks Herkunft darzustellen? Zum Glück nicht. Anscheinend bin ich auf den Kopf gefallen, das mir diverse Hinweise nicht aufgefallen sind, die auf einmal auch Bitterblue ins Auge stachen und auf die richtige Fährte brachten.
Das Ende ist allerdings so schnell gelaufen das ich es fast verpasst hätte. Musste dann nochmal zurück blättern um mir bewusst zu werden, dass es das jetzt war.
Das Fazit:
Ganz klar knüpft dieser Band an den ersten Teil an. Klar, alte Bekannte tauchen auf, aber auch die Qualität und das Tempo sind wieder da. Ich finde es toll wie die innere Zerrissenheit von Bitterblue immer wieder dargestellt wird. Dadurch wird jedem Leser klar, wie sehr sie doch jedem helfen möchte, das für sie das Große Ganze an erster Stelle steht und nicht die kleinsten Belange der ihr vielleicht sogar zu nahe stehenden Personen. Super finde ich auch den Anteil, den die Nebenfiguren in der Geschichte haben und das es drei vier wirklich unerwartete Wendungen gab!
Die Wertung:
Hier gibt es 4 von 5 Punkten. Die Autorin hat es trotz einem grausamen zweiten Band der Trilogie geschafft mich wieder für die Geschichte zu gewinnen.
(29.11.2014)




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