Samstag, 15. November 2014

[Rezension] Seelen - Stephenie Meyer


Seelen – Stephenie Meyer

(gebundene Ausgabe)

 
Verlag: Carlsen

 
Manchmal weiß ich nicht, warum ich mich so lange weigere bestimmte Bücher zu lesen. Bei diesem war es auf jeden Fall ein Fehler so lange zu warten.

 
Der Inhalt:
Das Buch spielt in unserer Welt, die von Aliens den sogenannten Seelen übernommen wurde. Das bedeutet diese Wesen werden in Menschen eingesetzt und übernehmen dann widerstandslos deren Körper, Leben und alles was dazu gehört.
Die Protagonistin Melanie schafft es lange Zeit sich mit ihrem kleinen Bruder und festen Freund vor einer feindlichen Übernahme zu entziehen. Doch es kommt wie es kommen muss, sie wird übernommen. Doch ihr Wille und starker Geist leisten Wiederstand, sodass die Seele langsam in den Wahnsinn getrieben wird.
Diese sonst so beherrschte Alien Rasse, bekommt bald zu spüren was es wirklich heißt ein Mensch zu sein. Zwischen Gut und Böse entscheiden zu müssen, immer ums Überleben kämpfen zu müssen… und um die große Liebe.

 
Was ich denke:
Ich mag dieses Buch mit seinen Charakteren wirklich sehr.
Etwas erschreckend finde ich, wie leicht diese feindliche Übernahme von statten ging. Das es kaum Wiederstand gegeben haben soll, finde ich etwas fragwürdig. Außerdem, wie ist denn die erste Seele, denn diese müssen ja eingesetzt werden, in den Menschen gelangt!?!? Darauf gibt es natürlich keine Antwort. Egal.
Ich finde Melanies Kampfgeist toll. Wie sie beharrlich jede Schwäche Ihres Gegners ausnutzt um zu ihrer großen Liebe zurückkehren zu können. Und um zu sehen, ob ihr kleiner Bruder wohl auf ist.
Ab und zu finde ich diese inneren Dialoge zwischen Melanie und Wanda etwas ermüdend. Schockierend ist auch die krasse schwarz-weiß Sicht der Menschen, sobald sie sich bedroht sehen. Auf der anderen Seite schaffen sie es auch ihre persönlichen Belange zurückzustellen, um Einblick hinter die „feindlichen“ Linien zu bekommen und damit auch anfangen können diese Seelen kennen zu lernen und auch ihre Differenzen überwinden zu können.
Die Liebesgeschichte gerät ab und zu in den Hintergrund, was ich gar nicht mal so schlecht finde. Spannend ist auch wie etwas vom meist gehassten Eindringling zu einem integrierten Teil der Gemeinschaft wird.

 
Das Fazit:
Ein schönes Buch.
Manchmal sind die Charaktere leider etwas zu stereotypisch (aber das kennt man ja von dieser Autorin), bedeutet dass manche Verhaltensweisen einfach keine Überraschung darstellen.
Trotzdem mag ich die Handlung, die Geschichte und Idee dahinter.
Mir gefällt das aus schwarz-weiß, langsam eine große Palette aus Grautönen wird. So einen Wandel zu beobachten finde ich immer spannend.

 
Die Wertung:
Hier gibt es 4 von 5 Punkten zu vergeben. Es ist doppelt empfehlenswert, weil es keine Buchreihe ist, sondern ein in sich geschlossenes Buch. Sehr erfrischend.

 
(15.11.2014)

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