Montag, 18. Mai 2015

[Rezension] Elias & Laia Die Herrschaft der Masken - Sabaa Tahir

Elias & Laia Die Herrschaft der Masken – Sabaa Tahir
(gebundene Ausgabe, Leseexemplar)


Verlag: One



Der Inhalt:
Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.
Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ...


Lieblingszitat:
„Es gibt zwei Arten von Schuld“, sage ich leise. „Die Schuld, die eine Last ist, und die, die dir ein Ziel schenkt. Deine Schuld soll dein Antrieb sein. Sie soll dich daran erinnern, wer du sein willst. Zieh eine Grenze in deinem Kopf. Überschreite sie nie wieder. Du hast eine Seele. Sie hat Schaden genommen, aber sie ist immer noch da. Lass nicht zu, dass sie sie dir nehmen, Elias.“
(S. 429 aus Elias & Laia Die Herrschaft der Masken von Sabaa Tahir)


Das Fazit:
Das Cover des Buches finde ich sehr schön und gab mir direkt einen kleinen Einblick in die Welt, die mich auf den Seiten erwarten würde.
Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, musste ich mich zuerst etwas in das Buch einfinden. Nach den ersten vier bis fünf Kapiteln hatte ich mich dann mit Elias und Laia angefreundet, sodass ich das Buch förmlich verschlungen habe.
Die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Sicht von Elias und Laia geschrieben. Den ersten Pluspunkt erhält das Buch schon, weil es mir leicht fiel die beiden Perspektiven auseinander zu halten. Die Charaktere sind sehr verschieden, Elias soll ein gewissenloser Killer und Laia ein verängstigtes kleines Mädchen sein. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird dem Leser allerdings klar, dass beide nicht mit dem anfangs gezeichneten Bild dieser beiden Charaktere übereinstimmen.
Interessant finde ich, dass Laias und Elias Weltbild beschränkt sind. Den Wandel, dass es in der Welt in der die beiden Charaktere leben mehr als nur schwarz und weiß gibt, hat die Autorin richtig toll in die Geschichte eingeflochten. Ich war total überrascht als mir klar wurde, dass alle denen ich bisher Vertraut hatte nicht unbedingt meine Freunde sind und ich denke genau so wird es auch Elias und Laia gegangen sein.
Am liebsten mochte ich die Wendung am Ende des Buches, erst dort kristallisiert sich wirklich heraus, wer der beiden die Stärke besitzt immer weiter zu gehen um seine persönlichen Ziele zu erreichen. Das Ende ist ein solch genialer Cliffhanger, dass ich mir wünschte den zweiten Band schon lesen zu können.
Der Stil der Autorin gefällt mir sehr gut, die Dialoge sind sehr angenehm zu lesen und wirken sehr natürlich, ich hatte nie das Gefühl: „Diese Antwort musste jetzt kommen, damit die Geschichte weiterlaufen kann…“. 
Im Großen und Ganzen gab es zwei Stellen, die etwas langatmig waren, aber die waren schnell vergessen, wenn der Perspektiv-Wechsel kam.


Die Wertung:
Ich gebe diesem tollen Buch unglaubliche 5 von 5 Punkten. Ich mochte das Buch von der Leseprobe bis zum letzten Punkt.
Achso, als kleiner Hinweis, an alle Fantasyliebhaber: Auch wenn es zu Anfang nicht so scheint, dieses Buch für junge Erwachsene birgt mehr als nur ein paar fantastische Wesen…

(19.05.2015)

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