Donnerstag, 7. Mai 2015

[Rezension] Mein Leben ohne Gestern - Lisa Genova

Mein Leben ohne Gestern – Lisa Genova
(Taschenbuch)
 

Verlag: Bastei Lübbe

 
Ich habe das Buch zu Ostern geschenkt bekommen, da ich es lesen wollte, bevor ich mir den Film ansehe. Den Trailer fand ich nämlich extrem interessant.
 

Der Inhalt:
Was ist wenn du gesund bist. Und dann merkst du etwas stimmt nicht mit dir. Du schiebst es auf den Stress. Aber wenn es nicht der Stress ist, wie gehst du mit der echten Diagnose um?
Das alles sind Fragen, die sich Alice stellen muss, als sie die endgültige Diagnose (genetisches) Alzheimer erhält.
Wie sagt man es seinem Ehemann? Wie sagt man es den Kindern?
Wie geht man damit um, wenn man alles verliert, was einem wichtig ist?
Genau das geschieht Alice.

 
Das Fazit:
Das Buch ist total berührend, allerdings nicht auf diese Art, bei der man direkt in Tränen ausbricht, sondern auf diese Art, bei der man dem unausweichlichen ins Auge sieht. Natürlich hat man Angst, die sollte man auch haben, bei einer Krankheit die keine andere Möglichkeit bietet als in seinem eigenen Kopf verloren zu gehen.
Ich habe mich bisher noch nie mit Alzheimer beschäftigt, ich kenne auch niemanden der Alzheimer hat. Aber nachdem ich dieses Buch gelesen habe, fühle ich mit den Erkrankten. Die Unausweichlichkeit dieser Krankheit ist beunruhigend, ganz besonders in der Zeit in der wir leben. Heute gibt es Heilungen oder wenigstens Möglichkeiten einen fairen Kampf zu führen, gegen fast jede bekannte Krankheit. Wir haben im Grunde die grundlegende Angst verloren.
Alice erhält die Diagnose Alzheimer. Ich finde die Protagonisten unwahrscheinlich stark. Sie hat eine Heidenangst vor Ihrer Zukunft. Was Sie erwartet, wie schnell die Krankheit Ihr alles rauben wird, dass Sie bisher ausgemacht hat.
Es fällt mir wirklich schwer andere Worte als stark und tapfer zu finden. Es gibt nur so kleine wenige Momente in diesem Buch, in denen Sie sich der puren Verzweiflung hin gibt.
Desweiteren ist es der Autorin unglaublich gut gelungen, zu zeigen, was einem in solch einer Situation noch wichtig ist, das ist und bleibt die Familie, kein Geld, keine wissenschaftliche Errungenschaft bedeutet einem noch besonders viel.
Genauso interessant wie Alice innerer Aufruhr ist das Verhalten Ihrer Familie. Wer wie mit dieser Diagnose der Mutter umgeht und wer zuletzt bleibt.
Ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben. Alles was dieses Buch einem gibt, ist wirklich schwer in Worte zu fassen.
Ich finde dieses Buch extrem gelungen.

 
Die Wertung:
Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Ich möchte das sie jeder liest, nur um einen kleinen Einblick in die Welt einer solch bestimmenden Krankheit zu bekommen.
5 von 5 Punkten.

 
(07.05.2015)

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