Samstag, 19. September 2015

[Rezension] Die 100 - Kass Morgan

Die 100 – Kass Morgan
(Broschiert)



Verlag: heyne>fliegt

Der Inhalt:
Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten.
Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist.
Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können …
(Klappentext)

Lieblingszitat:
„»Ich glaube, ich habe mich bei dir noch gar nicht für alles bedankt, was du für Octavia getan hast«, brach Bellamy schließlich den Bann.
»Ist das deine Art, Danke zu sagen? «, zog sie ihn auf.
»Mehr wirst du von mir nicht bekommen. « Er schaute sie kurz an.“
(S. 158)

Das Fazit:
Ein lustiger Fakt direkt zu Anfang:
Meiner Auffassungsgabe nach gab es zweimal Namensverwechslungen in dem Buch, hat mich amüsiert, da ich die betreffende Stelle dann mehrmals gelesen habe um mir auch ganz sicher zu sein, ob ich auch alles richtig verstanden habe. Ist es noch jemanden aufgefallen, oder habe ich mich vielleicht doch getäuscht…?
Kommen wir wieder zum wesentlichen.
Der Erzählstil der Autorin ist sehr flüssig, es ist ein wirklich leicht zu lesendes Buch, da es auch nicht besonders viele Ausdrücke gibt, die gewöhnungsbedürftig sind. Was auf der anderen Seite auch wieder verwundert, die Geschichte spielt in einer 300 Jahre entfernten Zukunft und die Sprache, die bekanntermaßen einem stetigen Wandel unterworfen ist, hat sich auf den Raumschiffen Phoenix, Walden und Arcadia kaum weiter entwickelt. Was es dem Leser leichter macht sich in die Geschichte hineinzugelangen und sich wohl zu fühlen, aber vielleicht auch nötig gewesen wäre um die Entfernung zwischen der vergangenen Welt und den im Weltall lebenden Menschen versinnbildlichen zu können.
Natürlich hat mir besonders gut gefallen, dass die Geschichte um Clarke und Bellamy (die hier die Protagonisten Stellen) schnell aus den Startlöchern kam. Auch im weiteren Verlauf der knapp 320 Seiten kam nie Langeweile auf. Dafür haben die verschiedenen Perspektiven und die verschiedenen Handlungsorte gesorgt.
Mal wieder finde ich es sehr interessant nur stückchenweise mit den Hintergrundinformationen angefüttert zu werden. Ich hatte ständig das Gefühl, hinter jedem Geheimnis steckt noch mehr und vielleicht sogar das große alles umfassende Geheimnis, das mir zeigt, warum diese spannende Geschichte ausgerechnet aus Sicht von Clarke, Bellamy, Wells und Glass beschrieben wird. Ich glaube da nicht an Zufälle und offenbart hat es sich mir noch nicht (oder ich habe übersehen in welcher Verbindung Bellamy zu den anderen dreien stand…).

Die Wertung:
Ich gebe dem Buch 4 von 5 Punkten. Es ist mega spannend geschrieben und ich bin auch schon sehr auf die weiteren Entwicklungen gespannt, aber mir fehlt bei manchen Figuren noch ein bisschen Tiefe und Persönlichkeit. Ich denke die werden sie alle im weiteren Verlauf der Geschichte erhalten, wenn immer mehr aus der Vergangenheit ans Licht kommt und auch der wirklich toll gemacht Cliffhanger Aufklärung findet.

(19.09.2015)

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