Donnerstag, 21. April 2016

[Rezension] Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten - Susanne Mewe

Als meine Schwestern das Blaue vom Himmel holten – Susanna Mewe
(Broschiert, Rezensionsexemplar)
 
Verlag: atb
 
Der Inhalt:
Vom Freund vor die Tür gesetzt, sucht Mia Zuflucht bei ihrer Schwester Paula und in deren idyllischen Heim mit Mann und Kind. Aber Paulas Ehe steht vor dem Aus. Gemeinsam mit ihren anderen Schwestern will Mia nun Paulas Glück retten. Natürlich schlägt der schöne Plan fehl: Wie schon so oft, zerstreiten sie sich und suchen das Weite. Dann erfährt Mia, dass eine von ihnen ernsthaft erkrankt ist. Wieder einmal müssen sich die Schwestern zusammentun, um füreinander da zu sein. Doch diesmal wirklich.
(Klappentext)

 
Lieblingszitat:
„Manchmal, wenn ich die Augen schließe, sehe ich es genau vor mir. Wie ein Tom-Cruise-Stellvertreter mich am Ärmel zerrt, durch die Trümmerlandschaft einer von Rauchwolken verhangenen postapokalyptischen Stadt. Und während ich noch versuche, auf die Schnelle die Überreste meines bürgerlichen Lebens aus dem Schutt zu retten, meinen Personalausweis oder meine BahnCard 25, schreit er mich an: »Wann kapierst du endlich, dass das alles nichts mehr bedeutet? Dass jetzt nur noch das Überleben zählt?«“

 
Das Fazit:
Heute fange ich mit meiner Rezension mal ganz vorne an: also mit dem Cover. Ich finde das Cover des Buches von Susanna Mewe richtig toll. Auf der einen Seite wirkt es durch die bunten Farbtupfer richtig fröhlich, aber wenn man diese im Kontext mit den schwarzen Blüten sieht, hat es auch wieder etwas Bedrückendes. Die Blumen erinnern mich etwas an Beerdigung, was das ganze Cover dann zu etwas besonderen macht.

Dann gibt es da ja auch noch den Titel des Buches „Als meine Schwestern mir das Blaue vom Himmel holten“. Das hört sich so unglaublich liebevoll an. So als würde diese Familie, bestehend aus vier Schwestern, einfach alles füreinander tun um einander glücklich zu machen.

Wenn man das Buch aufklappt und einen Blick ins Innere des Buchumschlags wirft gibt es ein kleines Highlight wie ich finde. Man findet wieder vier bunte Kleckse, in denen die vier Schwestern in einem Satz charakterisiert werden. Mar hat das so gut gefallen, weil ich schon vor dem ersten Kennenlernen mit den Hauptfiguren: Lucy, Mia, Paula und Sophie, eine Ahnung bekam was mich erwarten würde.

Jetzt aber mal zum inhaltlichen. Die Geschichte wird aus Mias Sicht erzählt, was für mich keine besonderen Vorteile bringt. Ich denke egal aus welcher Perspektive der Schwestern die Geschichte erzählt worden wäre, hätte die Geschichte diesen sehr subjektiven Tatsch bekommen. Bei Mia, störte mich einfach dieses ständige Drama. Anstatt mal mit einer Situation klar zu kommen, machte sie es aus mir rätselhaften Gründen immer schlimmer. Nur selten schaffte sie es über ihren Schatten zu springen und mal zuerst an andere zu denken und dann an sich. Aber das scheint in der Familie zu liegen. Keine besonders gute Grundlage für ein unbeschwertes Familienleben, aber wie der Klappentext ja auch schon verkündet, habe alle vier Schwestern ein Händchen sich immer tiefer in die Patsche zu manövrieren. Das hat zur Folge, dass die Handlung unberechenbar wurde und ich durch die Sprünge in die Vergangenheit, die manches Verhalten langsam und in Bruchstücken aufklärte, etwas verwirrt wurde. Bis das Verhalten des Vaters aufgeklärt wurde, war das Buch auch schon fast zu Ende, natürlich hielt die Autorin mich und viele andere Leser so gut bei der Stange, denn ich wollte ja immer wissen, was es nun mit alle dem auf sich hat.

Das Ende des Buches kam dann doch etwas plötzlich und sehr unspektakulär. Ich würde diesem Ende sogar gerne das Privileg sich „Ende“ nennen zu dürfen aberkennen, aber ich habe ja nichts zu melden. Ich hätte noch gerne einige Fragen geklärt gewusst, aber man kann ja nicht alles im Leben haben…

 
Die Wertung:
Für dieses Buch fällt es mir seit langem mal wieder richtig schwer eine Zahl festzulegen. Es war ein interessantes Buch, mit einer netten Geschichte, allerdings konnte mich das Layout mehr überzeugen als die Story an sich und das sollte so nicht unbedingt sein. Aus diesem Grund gibt es 3 von 5 Punkten.

 
(21.04.2016)

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