Sonntag, 3. April 2016

[Rezension] Dark Wonderland: Herzkönigin - A.G. Howard

Dark Wonderland: Herzkönigin – A.G. Howard
(gebundene Ausgabe)
 
Verlag: cbt
 
Der Inhalt:
Alyssa hört Blumen und Insekten flüstern, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice verschuldet hat. Durch einen Riss in einem Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und große Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen?
(Klappentext)

 
Lieblingszitat:
„Fotos erzählen Geschichten. Aber die Leute vergessen zwischen den Zeilen lesen.“
(Dark Wonderland: Herzkönigin von A.G. Howard, Seite 155)

 
Das Fazit:
Ich finde der Titel „Dark Wonderland“ trifft es das Buch perfekt. Ich kenne zwar nur die niedliche Zeichentrickserie, aber das Buch, die Geschichte haben mir einfach Spaß gemacht. Ich finde es immer sehr spannend wenn eine bekannte Geschichte auf eine ganz andere Art und Weise interpretiert wird, es macht mir dann auch gleichzeitig Lust das Original zu lesen.
Einige Beschreibungen der Bewohner des Wunderlandes waren so bildlich, das ich diese grausamen Wesen direkt vor Augen hatte und die hatten überhaupt nichts mit den mir bekannten Figuren gemein. Die Erklärung dafür finde ich wunderbar einleuchtend und das obwohl der Schauplatz zum großen Teil in einer extrem verdrehten Welt spielt.
Ein wunderbar verdrehtes Buch mit einer sehr liebenswerten Protagonistin, Alyssa. Sie hat einige Schwächen, lässt sich gerne einlullen, ist unsicher und wie ich finde auch etwas neben der Spur (damit möchte ich nicht sagen, dass sie keinen Grund dafür hätte…), aber diese Schwächen lassen sie so real erscheinen.
Auch ihren Freund Jeb mag ich gerne. Er hat zwar diesen stereotypischen Beschützerinstinkt, der zuweilen auch etwas zu weit geht, aber er passt mit diesem Handeln perfekt in seine Rolle und die Geschichte.
Passend, aber etwas komisch fand ich den stringenten Ablauf der Geschichte. Ich mag es eigentlich gerne, wenn Protagonisten auch mal in eine Sackgasse geraten, das ist hier nicht geschehen. Es ging für Alyssas Mission immer vorwärts, da hätten mir ein oder zwei Fehlschläge doch ganz gut gefallen. Aber dafür gibt es ja noch einen zweiten Teil.

 
Die Wertung:
4 von 5 Punkten für die Geschichte um Alyssa und das ‚echte‘ Wunderland. Ich freue mich schon im zweiten Teil dahin zurückkehren zu können.

 
(03.04.2016)

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