Sonntag, 1. Mai 2016

[Rezension] Wolke 7 ist auch nur Nebel - Mara Andeck

Wolke 7 ist auch nur Nebel – Mara Andeck
(gebundene Ausgabe, Leseexemplar)
 
 
Verlag: one
 
Der Inhalt:
Moya glaubt nicht an die große Liebe. Als ihre beste Freundin Lena sie für ein wissenschaftliches Liebesexperiment anmeldet, macht sie trotzdem mit. Als Versuchskaninchen kann ihr bei diesem Thema schließlich nichts passieren.
Oder etwa doch?
(Klappentext)
 
Lieblingszitat:
„Selbst wenn ich an die Liebe glauben würde, fände ich das Indiskret und klebrig. Jemand entblößt ungefragt seine Gefühle und wartet auf eine Reaktion von mir. Emotionaler Exhibitionismus ist das.“
(Wolke 7 ist auch nur Nebel von Mara Andeck, Seite 238f.)
 
Das Fazit:
Es gibt richtig viel, das mir an diesem kurzweiligen Buch gut gefallen hat.
Zum einen fand ich die verschiedenen Perspektiven toll. Im Falle dieses Buches fallen allerdings nicht nur Personen drunter, sondern auch Auszüge aus vertraulichen Dokumenten und ähnliches. Ich finde dieses Zusammenspiel macht die Geschichte zu einem großen Teil aus und trägt auch mit zur Erhaltung der Spannung bei. Damit ergeben dann auch die verschiedenen Handlungsstränge am Ende einen Sinn.
Auch Moya, die Protagonistin ist mir sympathisch. Sie ist so übertrieben analytisch, das es einen eigentlich vor ihr gruseln müsste, aber durch ihre beste Freundin Lena, fragt man sich automatisch „Was ist an ihr dennoch liebenswert!?“. Diese Frage beantwortet Lena im Laufe des Buches immer mal wieder, auch wenn man manchmal schon selbst drauf gekommen ist. Ich mag die beiden im Doppelpack auf jeden Fall sehr gerne, sie ergänzen sich auf eine sehr reale und Glaubhafte Art und Weise. Eine beste Freundin ist sowieso etwas das jeder haben sollte (so als kleiner Einschub zwischendurch…).
Auch die verschiedenen Aspekte an dem schon im Klappentext erwähnten Liebesexperiment finde ich sehr interessant beschrieben. So wie dieser im weiteren Verlauf detailliert von der Autorin geschildert wird, merkt man das da ziemlich viel Recherche hinter steckt. Das hilft natürlich solch ein Experiment als Glaubhaft zu verkaufen (Denn da hatte ich doch an der Ein oder anderen Stelle ganz kleine und leise Zweifel). Aber bei solchen Geschehnissen muss man vielleicht einfach in die Vollen greifen, um die Problematik auf eine einfache Art und Weise zu verdeutlichen.
Jetzt mal zu dem was mir nicht hundert prozentig gefallen hat. Und es ist auch nur eine Sache. (Achtung, das könnte eine wirklich unwichtige Sache spoilern, die überhaupt nichts mit dem Ende des Buches zu tun hat…!) Wie ist das Abitur ausgefallen? Erst so ein trarara darum und dann keine Auflösung. Da hätte mich interessiert, aber sonst wahrscheinlich niemanden der dieses Buch gelesen hat oder lesen wird.
 
Die Wertung:
Das fällt mir leicht. Eindeutige 4 von 5 Punkten.
An dieser Stelle auch nochmal ein kleines Dankeschön an den Bastei Lübbe Verlag der mir dieses Exemplar zur Verfügung stellte. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich niemals zu diesem Buch gegriffen und bin deswegen auch so positiv überrascht. Tolle Unterhaltung.
 
(01.05.2016)

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