Donnerstag, 30. Juni 2016

[Rezension] Das Buch der Nacht - Deborah Harkness

Das Buch der Nacht – Deborah Harkness
(gebundene Ausgabe)


Verlag: Blanvalet
Der Inhalt:
Nach ihrer Zeitreise in das London Elisabeth‘ I. kehren Diana Bishop und Matthew Clairmont zurück in die Gegenwart, wo neue Herausforderungen, vor allem aber alte Feinde sie erwarten. In Sept-Tour, der Heimat von Matthews Ahnen, treffen sie aber auch endlich ihre Freunde und ihre Familien wieder. Außerdem werden sie mit einem tragischen Verlust konfrontiert, der besonders Diana trifft. Die wahre Bedrohung für die Zukunft aber, muss noch aufgedeckt werden, und dafür ist es von höchster Wichtigkeit, das Geheimnis um das verschollene Manuskript Ashmole 782 zu entschlüsseln und die fehlenden Seiten zu finden…
Lieblingszitat:
„»Klappe, ihr kleinen Kläffer.« Augenblicklich verstummte der Lärm. Die Hunde saßen mit offenem Maul und heraushängender Zunge da und blickten bewundernd zu Gallowglass auf.“
(„Das Buch der Nacht“ von Deborah Harkness, Seite 493)
Das Fazit:
Endlich bin ich dazu gekommen das Buch aus meinem Regal zu nehmen, es aus seiner Schutzfolie zu befreien und zu lesen.
Nachdem ich vom zweiten Band nicht so angetan war wie vom ersten, hatte ich keine besondere Lust dieses Buch zu lesen, obwohl ich neugierig war wie es mit Diana und Matthew weiter gehen würde musste ich mich richtig überwinden es zu lesen.
Natürlich braucht man nach so langem Abstand zu so einer komplexen Geschichte (in der auch die Zeit ein Rolle spielt) immer etwas um wieder in die Handlung zu finden, die einzelnen Gesichter wieder vor sich zu sehen und alle in ihre richtige Schublade zu stecken. Als ich diesen Schritt dann getan hatte, mich soweit auch wieder in der Welt der Vampire, Dämonen und Hexen zurecht fand, blieb ich vorerst ziemlich enttäuscht von der Geschichte. Es passierten nur belanglose Dinge. Und selbst wenn mal etwas passierte, bei dem ich im ersten Moment dachte: „Das ist es!“, schaffte es die Story diese Wendung wieder mit Belanglosigkeiten zu füllen und den Handlungsstrang im Sande verlaufen zu lassen.
Zum Glück wendete sich das Blatt für mich und das Buch etwa auf Seite 370. Meiner Meinung fing die Autorin an ab hier mein heiß ersehntes Tempo in die Geschichte einzubringen und auch wieder Spannung aufzubauen. Es wurde wieder interessant um Diana und Matthew. Es geschahen Dinge mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe und der Show-Down war richtig gut gemacht. Auch wenn sich viele Dinge wie erhofft fügten, bin ich der Meinung, dass es besser für den Umfang des Buches war. Hätte ich noch mal 100 Seiten lesen müssen (das Buch hat ca. 760 Seiten) wegen einer unerwarteten Wendung, wäre ich vielleicht doch nicht so begeistert gewesen.
Eine Person möchte ich allerdings nochmal erwähnen und das ist Ysabeau, sie ist mir richtig ans Herz gewachsen mit ihrer unverblümten, drastischen und schnörkellosen Art. Eine mächtig eindrucksvolle Person, die mir das Lesevergnügen sehr versüßt hat.
Die Wertung:
Alles in allem muss man ehrlich sagen, dass der Abschluss der Geschichte um Matthew, Diana und Ashmole782 eher durchschnittlich war. Wenn das Buch konsequent wie die zweite Hälfte geschrieben worden wäre, hätte ich mehr Gefallen daran gefunden. Trotzdem gibt es 3 von 5 Punkten.
(01.07.2016)

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