Sonntag, 21. August 2016

[Rezension] Sanguineus (Bd. 1) - Ina Linger

Sanguineus: Gefallener Engel - Ina Linger

(e-Book, Rezensionsexemplar)



Verlag: Selfpublisher


Der Inhalt:
Im Grunde gibt es nichts, was den reichen, arroganten Vampir Jonathan Haynes und die junge, engagierte Anwaltsgehilfin Samantha Reese verbindet – außer dem Verlust seines besten Freundes und ihrer großen Liebe Nathan Phillips. Seit einem Jahr gilt der vampirische Spezialist für heikle Entführungsfälle in San Diego und Umgebung als vermisst und hat dadurch aus zwei Fremden gute Freunde gemacht, die alles daran setzen, ihn wiederzufinden. Als sich nach der langen, vergeblichen Suche nach Nathan endlich eine heiße Spur ausfindig machen lässt, sind Sam und Jonathan gezwungen, ein paar kritische Entscheidung zu fällen, durch die sie sich nicht nur mit den Ältesten des großen Vampirrats anlegen, sondern auch mit einer gefährlichen menschlichen Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die vampirische Gemeinschaft zu vernichten.
(Quelle: http://www.inalinger.de/?p=553)


Lieblingszitat:
>>"Oh, warte, warte!" Barry sah mich eindringlich an. "Der Tipp kam von irgendjemandem? Was stand denn drin? Lieber Vampir,  ich mach mir schreckliche Sorgen um euch, hier ein Tipp wie ihr der Garde auf die Schlichen kommen könnt. Ein Fan."<<
(Sanguineus Band 1 von Ina Linger, Seite 58)

                                 Das Fazit:
Bis vor kurzem, hatte ich noch nichts von der Sanguineus Reihe gehört und dann ist die Autorin Ina Linger an mich heran getreten, um mich zu fragen ob ich den ersten Teil dieser Reihe rezensieren möchte. Bei einem Klappentext wie diesem und einer interessanten Leseprobe hab ich nicht lange gezögert und schwupps hielt ich das eBook im epub Format schon in meinen Händen. 

Als ich es dann auf meinen Reader übertrug und es dann erstmalig aufmachte war ich etwas enttäuscht, dass es hier kein Cover gab. Aber das ist ja nicht so schlimm, auf einem eReader sieht man das Cover ja sowieso nur am Anfang und in der Bibliothek  (zumindest ist das bei meinem Reader so...). 

Also blätterte ich weiter, bis ich zum Anfang der Geschichte um Jonathan, Nathan und Sam kam. Im Grunde beginnt die Geschichte an dem Tag, an dem der Vampir Nathan ein Jahr spurlos verschwunden ist. Sam und Jonathan sind natürlich sehr mitgenommen, was die Autorin wirklich sehr überzeugend raus gearbeitet hat. Man merkt richtig, dass dieses Jahr für beide unglaublich hart war und beide versuchen weiter zu machen und gleichzeitig die Hoffnung nicht aufzugeben. Am Anfang ist Jonathan erst etwas schwammig mit seinem Verhalten dargestellt, doch im Verlauf der Geschichte setzt sich sein Bild/Charakter so zusammen, dass ich seine Darstellung sehr stimmig finde.

Sam ist mir an manchen Stellen im Buch zu perfekt. Sie ist kämpferisch, verführerisch, schutzbedürfig und leider auch ein bisschen hörig. Hier und da widerspricht sich ihr Verhalten ein bisschen, aber das ist nicht weiter schlimm. Vielleicht gehört das ja auch zu einer Entwicklung, die sich in den weiteren Büchern aufklärt. Das müsste man dann noch heraus finde :)

Zumindest bekommt man immer wieder kleine Häppchen an Hintergrundwissem geliefert, was mir sehr gut gefallen hat. Diese Rückblenden in denen Nathan natürlich eine große Rolle spielt, finde ich sehr schön geschrieben. Man bekommt ein Gefühl für den verschwundenen Nathan, den man gar nicht kennen gelernt hat. Diese Informationenund auch der Hauptteil der Geschichte,  der im jetzt spielt, wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Jonathan und Sam geben ihre Sicht der Dinge wieder, wobei ich auch hier Jonathans Gedankenwelt bevorzuge. Ich finde die einfach interessanter.

Ansonsten finde ich, das die Erzählung ein angenehm flottes Tempo hat. Es gab keine Passagen in denen ich mir dachte " wann geht's endlich weiter!? " und das spricht definitiv für das Buch. Mit etwas über 230 Seiten  (auf meinem eReader) langen Buch. Die Story konnte mich grundsätzlich überraschen, auch wenn ich Gefühlsmäßig und von der Atmosphäre ein wenig an die Serie Moonlight erinnert wurde (Handlungsmäßig haben die beiden aber nichts miteinander zu tun). 


                             Die Wertung:
Das Buch konnte mich in erster Linie überzeugen und das ist das wichtigste. Das ich jetzt, finde das der Cliffhanger am Ende nicht in der optimalsten Situatuion gesetzt wurde ist zweitrangig. Es kommt mir als Leser ja eigentlich sogar zu gute. Mir wurden so viele Informationen noch gegeben, dass ich nicht morgen schon den zweiten Band in den Händen halten muss, irgenwann: ja, aber es ist nicht so dringend. Praktisch für mich,  nicht ganz so praktisch für die Autorin. Das ergibt in meiner Rechnung 4 von 5 Punkten für einen sehr Leserfreundlichen Auftakt der vierteiligen Sanguineus Reihe.


(20.05.2016)