Sonntag, 4. September 2016

[Rezension] Bergballett - Sabine Preisler


Bergballett - Sabine Preisler
(Taschenbuch, Rezensionsexemplar)


Verlag: Selfpublisher

 
Der Inhalt:

Hohe Berggipfel, wildromantische Landschaft und gemütliche Hüttenabende. So stellt sich
Kitty ihre Reise nach Kirgistan vor. Vor allem möchte sie dem eintönigen Alltag als
Ballettschullehrerin in Wien entfliehen. Um sich auf die Reise vorzubereiten, begibt sich die neunundzwanzigjährige Tänzerin auf eine geführte Bergtour in die österreichischen Alpen.
Dort lernt sie Rupert, den Bergführer, kennen und kurz darauf überschlagen sich die
Ereignisse. Das Bergsteigen wird für sie zur dramatischen Konfrontation mit ihrer eigenen
Vergangenheit.
Bergballett ist ein romantisches Abenteuer, das in jedem von uns die Sehnsucht nach Liebe,Leidenschaft und den Bergen weckt.
(Klappentext)


Lieblingszitat:

"Meiner Familie  habe ich gestanden, dass ich wegfliegen werde. Die Reaktionen
waren sehr unterschiedlich. Meine Mutter hat gefragt, ob ich sie umbringen möchte, Jori hat schmerzhaft das Gesicht verzogen und Großmutter ist aufgestanden, um
eine Flasche Sekt zu kühlen, damit wir auf mein Abenteuer anstoßen können.
(Bergballett von Sabine Preisler, Seite 164)

 
Das Fazit:

Wenn ich ein Buch in die Hand nehme, bin ich auf der einen Seite immer sehr
gespannt was mich erwarten wird und auf der anderen Seite bin ich auch skeptisch, was ist wenn die Protagonisten total eindimensional sind, oder noch schlimmer: ich
nach den ersten zwei Kapiteln das Ende vorhersagen kann...
Nun kann ich sagen, auch um alle zu beruhigen, hier gibt es weder transusige
Charaktere noch vorhersehbare total eintönige Handlungsstränge!
Kitty (Gott sei Dank ist das nur die Abkürzung  für Katharina) hat ein wirklich
langweiliges Leben, das erst durch die Buchung der Bergtour in Kirgistan mit ihrem
'Schwarm' dem TV-Bergsteiger Rachmatilla mal in andere Bahnen gelenkt wird. Die sie
dann zu einer bunt gemischten Bergsteigertruppe in die Alpen führen.
An dieser Stelle nimmt die Geschichte so richtig fahrt auf, ich als Leser wollte
unbedingt wissen, schafft sie ihre Ziele zu erreichen oder gibt sie auf. Und von
diesem Punkt an, ist die Kittys Geschichte recht unvorhersehbar geworden. Viele der
Handlungen, Situationen und Gegebenheiten sind doch recht unwahrscheinlich,
doch die Autorin Sabine Preisler hat es geschafft das es trotzdem nicht lächerlich
oder an den Haaren herbei gezogen wirkt.
Außerdem macht Kitty eine leise Verwandlung im Laufe der Geschichte. Sie ist
oftmals etwas wehleidig und das ging mir schon etwas auf den Keks, aber wenn
jeder mal ehrlich ist, im echten Leben sind wir ja auch ständig wegen irgendwas am
rum nörgeln. Umso schöner ist es wenn man in dem 190 Seiten starken Buch
voranschreitet und Kitty und ihre Umgebung besser kennen lernt.
Es gibt nur eine Anmerkung die ich machen möchte, die Ausdrücke die für Menschen wie
mich (die nicht aus Österreich, Schweiz, Bayern und Co. stammen) im ersten
Moment total abstrus und falsch wirkten sind es gar nicht ^^ . So wird da 'unten im
Süden' gesprochen. Also nicht allzu groß über die paar Phrasen nachdenken, man
gewöhnt sich schnell dran


Die Wertung:

Hier hat mich eine auf den ersten Blick unscheinbare Geschichte total geflasht. Die Autorin hat viele unvorhergesehene Wendungen einbauen können, ohne ins
absurde abzudriften. Ich bin wirklich begeistert und kann mit ganzem Herzen sagen, das ist eine gelungene 5 von 5 Punkten Geschichte.

 

(04.09.2016)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen