Sonntag, 23. Oktober 2016

[Book vs. Movie] Die Insel der besonderen Kinder

Book vs. Movie
Die Insel der besonderen Kinder

Das Buch:
A mysterious island. An abandoned orphanage. And a strange collection of very curious photographs.
It all waits to be discovered in Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children, an unforgettable novel that mixes fiction and photography in a thrilling reading experience. As our story opens, a horrific family tragedy sets sixteen-year-old Jacob journeying to a remote island off the coast of Wales, where he discovers the crumbling ruins of Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children.
As Jacob explores its abandoned bedrooms and hallways, it becomes clear that the children who once lived here—one of whom was his own grandfather— were more than just peculiar. They may have been dangerous. They may have been quarantined on a desolate island for good reason. And somehow—impossible though it seems—they may still be alive.
Der Film:
Der junge Jake (Asa Butterfield) sucht nach einer Tragödie in seiner Familie nach Antworten. Dabei stößt er auf geheimnisvolle Hinweise und Rätsel, die ihn zu einem geheimen Ort führen. Dort trifft er Emma (Ella Purnell), ein wundersames Mädchen die obendrein die Luft beherrschen kann. Sie führt Jake zu einem Waisenhaus unter der Leitung von Miss Peregrine (Eva Green), der Insel der besonderen Kinder. Die Waisenkinder besitzen allesamt magische Fähigkeiten: Unsichtbarkeit, die Macht über das Feuer, prophetische Träume oder äußerst starke Kräfte zeichnen die Kinder aus. Miss Peregrine weist Jake darin ein, dass sie sich durch Zeitschleifen vor anderen Eindringlingen schützen und einen Tag immer und immer wieder von neuen durchleben können. Doch die Kinder im Waisenhaus laufen Gefahr von alten Widersachern, den Hollows (u.a. Samuel L. Jackson), gefunden zu werden. Sie sieht in der Ankunft von Jake ein schicksalhaftes Treffen, das die Hollows ein für alle Mal in die Flucht schlagen soll, denn auch Jake soll über besondere Fähigkeiten verfügen. Doch Jake muss sich zu allererst darüber im klaren werden, wem er trauen kann und ob die Insel wirklich real ist oder nur ein Hirngespinst.
Das Fazit:
Eine Woche ist es her, dass ich das Buch (auf Englisch) „Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children“ von Ransom Riggs beendet habe.
Eine Woche ist es her, dass ich mir den Film (auf Deutsch) „Die Insel der besonderen Kinder“ angesehen habe.
Das bedeutet, es vergingen nur einige Stunden zwischen dem beendeten Buch und dem Film. Und ich kann einfach nur sagen: NEIN!
Nein, schaut euch den Film nicht an, wenn ihr das Buch bzw. auch die folgenden Bücher gelesen habt.
Der Film hat mir – abzüglich der ersten 20 Minuten – 107 Minuten seelische Schmerzen bereitet. Die Figuren wurden meiner Meinung nach falsch erfasst und dann auch noch total übertrieben dargestellt. Eva Green (spielt Miss Peregrine) eine tolle Schauspielerin wurde vielleicht ihren Regieanweisungen gerecht, aber nicht meinen Erwartungen an die mir sympathischste Figur, im ganzen Buch. Auch das Gebaren der anderen Darsteller war mir ein einziger Graus.
Hier haben das Buch und der Film so viel gemein wie ein Stein und ein Vogel. Nämlich nichts.
Schon das Buch fand ich nur durchschnittlich, aber das die Idee des Autors dann so misshandelt wurde, ist schon fast eine Leistung.
Aus den Kommentaren meiner Mitkinogänger konnte ich schließen, dass es ein typischer Tim Burton Film sei, aber macht es die Miesere besser. Ich denke nicht.
Ich denke der Film macht Leuten Spaß, die Tim Burton lieben und das Buch nicht gelesen haben. Allen anderen rate ich sich das Geld zu sparen.
(22.10.2016)

Sonntag, 16. Oktober 2016

[Rezension] Harry Potter und das verwunschene Kind - J.K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne

Harry Potter und das verwunschene Kind – J.K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne
(gebundene Ausgabe)
 
Verlag: Carlsen
 
Der Inhalt:
Es war nie leicht Harry Potter zu sein – und  jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis der Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.
(Klappentext)
 
Lieblingszitat:
„RON:             Na schön. Aber wenn du noch ein Mal was über sie oder mich sagst…
DRACO:          Was wirst du dann tun, Weasley?
HERMINE:      Dann umarmt er dich. Weil wir nämlich ein Team sind, stimmt’s Ron?“
(Harry Potter und das verwunschene Kind von J.K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne, Seite 288)
 
Das Fazit:
„Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist der lang ersehnte achte Teil der Harry Potter Reihe, der in Form eines Theaterskripts daher kommt. Und sich dadurch sehr leicht lesen lässt. Die kurzen – ich nenne sie mal – Regieanweisungen geben einem das Setting, welches in den vorhergehenden sieben Teilen von J.K. Rowling, so schön beschrieben wurde. Das ist auch der Grund, weswegen das Buch so wie es ist, vollkommen in Ordnung ist. Durch die vorherigen Bände, weiß man ganz genau wie das Hogwarts Schloss aussehen soll, wie dunkel es im verbotenen Wald sein kann und wie beeindruckend der Hogwartsexpress ausschaut.
Ich brauchte keine zehn Seiten um wieder in die magische Welt einzutauchen und habe mich über jeden alten bekannten gefreut. Es war, wie ich schon bei vielen Bloggern gelesen habe, wie nach Hause zu kommen.
Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, finde ich auch großartig. Ich kann natürlich nicht zu viel verraten, denn ich möchte ja niemanden um dieses Lesevergnügen bringen.
Eines muss allerdings gesagt werden:
Ich finde es fantastisch, dass dieses Buch – wie alle anderen Bücher auch – die Botschaft „Freundschaft“ genauso toll in den Mittelpunkt stellt. Denn alle bisherigen Potter Bücher waren ein Spiegel dafür was Freundschaft alles bewirken kann.
Und zum Schluss mein einziger Kritikpunkt: Von Ron hätte ich gerne etwas mehr gelesen…
 
Die Wertung:
Was soll nach so einer guten Kritik anderes kommen als 5 von 5 Punkten. Das Buch habe ich an einem einzigen Tag inhaliert. Aber 330 Seiten sind ja auch nicht allzu viel. Ich liebe es!
 
(05.10.2016)

Mittwoch, 12. Oktober 2016

[Rezension] Gefühl & Vernunft - Jane Austen

Gefühl & Vernunft – Jane Austen
(gebundene Ausgabe)


Verlag: Fischer
Der Inhalt:
Die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne ist reich an großen Gefühlen und tiefgründigen Figuren, an strahlenden Bildern und verblüffenden Wendungen. Sie steckt voller Lebendigkeit, denn sie zeigt das pure Leben mit all seinen Facetten zwischen Gefühl und Vernunft: Elinor besticht mit ihrem klaren Verstand und bewahrt auch in den erschütternsten Momenten Ruhe und Weitsicht. Marianne trägt ihr Herz auf der Zunge und verbirgt nie, was sie bewegt. Beide vereint eine Sehnsucht, die stärker ist als jede gesellschaftliche Pflicht: Sie hoffen, am Ende des langen, kurvenreichen Weges eine ehrliche Liebesehe zu finden…
(Klappentext)
Lieblingszitat:
„Was! – in all der Zeit, die du dich um mich und meine Qualen gekümmert hast, lag dir das auf der Seele? – und ich habe dir auch noch vorgehalten, dass du glücklich bist!“
(Gefühl & Vernunft von Jane Austen, Seite 286 f.)
Das Fazit:
Soweit ich mich erinnern kann, ist dieser Roman mein erster Klassiker, den ich freiwillig gelesen habe.
Zu Beginn war ich etwas skeptisch, ich musste erstmal die beiden Hauptfiguren aus dem Gewimmel rausfiltern und dann anfangen mir zu merken wer Miss Dashwood oder Mrs Dashwood oder Mrs John Dashwood nun waren. Als ich das alles endlich auf dem Plan hatte, fand ich mich gut zurecht. Natürlich war mir die Sprache in dem Buch eine ganze Zeit lang fremd und kam mir etwas unnatürlich vor, aber das ist wirklich reine Gewöhnungssache. Ab dem zweiten Drittel des Buches fielen mir die Unterschiede schon nicht mehr auf.
Aber kommen wir jetzt zu Gefühl und Vernunft, also Marianne und Elinor. Da kann ich ganz klar sagen, Marianne mochte ich nicht so gern wie Elinor. Ihre ganze theatralische Art erschien mir so gekünstelt, so unnatürlich, dass ich die ganze Zeit dachte, heute würde man dieses Mädchen auf ADS behandeln. Elinor dagegen fand ich sehr angenehm. Wenn sie etwas in Aufruhr versetzte, versuchte sie selbst eine Lösung dafür zu finden und nicht andere dafür zu suchen, die es für sie wieder gerade biegen sollten.
Hervorzuheben ist, dass Jane Austen sich sehr auf soziale Verwicklungen verstand. Teil zwei und drei fand ich unglaublich spannend (ganz besonders die letzten 50 Seiten!), nicht zuletzt, weil es wie eine Art Showdown aufgebaut war. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die Wertung:
Dieses Buch ist für mich definitiv die Überraschung des Jahres und nun habe ich Jane Austen für mich entdeckt. Weil ich nicht von Anfang an in die Geschichte gefunden habe und ich Marianne wirklich doof finde, gibt es nur 4 von 5 Punkten.
(30.09.2016)