Mittwoch, 12. Oktober 2016

[Rezension] Gefühl & Vernunft - Jane Austen

Gefühl & Vernunft – Jane Austen
(gebundene Ausgabe)


Verlag: Fischer
Der Inhalt:
Die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne ist reich an großen Gefühlen und tiefgründigen Figuren, an strahlenden Bildern und verblüffenden Wendungen. Sie steckt voller Lebendigkeit, denn sie zeigt das pure Leben mit all seinen Facetten zwischen Gefühl und Vernunft: Elinor besticht mit ihrem klaren Verstand und bewahrt auch in den erschütternsten Momenten Ruhe und Weitsicht. Marianne trägt ihr Herz auf der Zunge und verbirgt nie, was sie bewegt. Beide vereint eine Sehnsucht, die stärker ist als jede gesellschaftliche Pflicht: Sie hoffen, am Ende des langen, kurvenreichen Weges eine ehrliche Liebesehe zu finden…
(Klappentext)
Lieblingszitat:
„Was! – in all der Zeit, die du dich um mich und meine Qualen gekümmert hast, lag dir das auf der Seele? – und ich habe dir auch noch vorgehalten, dass du glücklich bist!“
(Gefühl & Vernunft von Jane Austen, Seite 286 f.)
Das Fazit:
Soweit ich mich erinnern kann, ist dieser Roman mein erster Klassiker, den ich freiwillig gelesen habe.
Zu Beginn war ich etwas skeptisch, ich musste erstmal die beiden Hauptfiguren aus dem Gewimmel rausfiltern und dann anfangen mir zu merken wer Miss Dashwood oder Mrs Dashwood oder Mrs John Dashwood nun waren. Als ich das alles endlich auf dem Plan hatte, fand ich mich gut zurecht. Natürlich war mir die Sprache in dem Buch eine ganze Zeit lang fremd und kam mir etwas unnatürlich vor, aber das ist wirklich reine Gewöhnungssache. Ab dem zweiten Drittel des Buches fielen mir die Unterschiede schon nicht mehr auf.
Aber kommen wir jetzt zu Gefühl und Vernunft, also Marianne und Elinor. Da kann ich ganz klar sagen, Marianne mochte ich nicht so gern wie Elinor. Ihre ganze theatralische Art erschien mir so gekünstelt, so unnatürlich, dass ich die ganze Zeit dachte, heute würde man dieses Mädchen auf ADS behandeln. Elinor dagegen fand ich sehr angenehm. Wenn sie etwas in Aufruhr versetzte, versuchte sie selbst eine Lösung dafür zu finden und nicht andere dafür zu suchen, die es für sie wieder gerade biegen sollten.
Hervorzuheben ist, dass Jane Austen sich sehr auf soziale Verwicklungen verstand. Teil zwei und drei fand ich unglaublich spannend (ganz besonders die letzten 50 Seiten!), nicht zuletzt, weil es wie eine Art Showdown aufgebaut war. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die Wertung:
Dieses Buch ist für mich definitiv die Überraschung des Jahres und nun habe ich Jane Austen für mich entdeckt. Weil ich nicht von Anfang an in die Geschichte gefunden habe und ich Marianne wirklich doof finde, gibt es nur 4 von 5 Punkten.
(30.09.2016)

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