Sonntag, 16. April 2017

[Rezension] Milten & Percy (1) - Florian C. Booktian

Milten & Percy: Das Schloss der Skelette
von Florian C. Booktian
(eBook, Rezensionsexemplar)


Verlag: Selfpublisher
Der Inhalt:
Detective Percy Meercat bekommt einen Praktikanten an die Backe: Milton Greenbutton, einen jungen, aber bisher erfolglosen Erfinder. Percy, seines Zeichens stolzes Erdmännchen, will Urlaub machen und kehrt seinem Job den Rücken. Er landet mit Milten in der Kleinstadt Sharpytown und nach einem ausgelassenen Fest bei einer gut aussehenden Pensionsbesitzerin im Bett. Doch der Schein trügt, bald wendet sich alles Gute zum Schlechten, und der Detective steht alleine in der menschenleeren Stadt und fragt sich, was überhaupt passiert ist.
(Klappentext)
Lieblingszitat:
„››Komm raus, komm raus, wo immer du bist‹‹, sagte Percy.
Das Krabbeln nahm zu. Eine junge Frau wurde am Ende der Reihe zur Seite geschubst und ein verdreckter, pinker Hosenanzug schoss in die Höhe.“
(„Milten & Percy: Das Schloss der Skelette“ von Florian C. Booktian, Seite 92)
Das Fazit:
Wer sich für dieses Buch entscheidet findet sich ganz schnell in der Galaxie #590B wieder. Das besondere an dieser Galaxie: Es gibt einen erdähnlichen Planeten, der Große Unterschied zu unserer Erde, eine Hälfte stammt vom Plantene Gnaa und dort leben allerhand fantastische Kreaturen.
Auf diesem fusionierten Planeten hat man dann das einzigartige Vergnügen Percy und Milten kennen zu lernen. Erdmännchen und Mensch.
Percy ist ein gestandener Detective, der eine Vorliebe für Chips und Nikotin hat, derbe drauf ist, aber durch die kleinen charakterlichen Details sehr liebenswert ist. Er scheint ein Erdmännchen zu sein, dass für jeden da ist, wenn derjeniege es wenigstens ein bisschen verdient hat.
Und dann zu Milten. Der dann doch eher etwas verpeilt ist. Genial aber verpeilt. Er hat eine tolle Entwicklung in dem 154 Seiten starken eBook hingelegt. Zu Beginn konnte ich ihn nicht so gut leiden, aber dann – nach und nach – wurde er mir doch immer sympathischer, sodass ich sagen würde, so einen braucht jeder in seinem Freundeskreis.
Ansonsten konnte mich dieses Buch (das zweite, das ich von Herrn Booktian lesen durfte) einen Nachmittag fesseln. Ich fand es sehr spannend, die Perspektivwechsel haben für Abwechslung gesorgt, auch wenn Percys Perspektive mir die liebste war, denn sein Humor ist genial und auch sein Hang dazu etwas ‚nachtragend‘ zu sein, hat super zum Charakter gepasst.
An sich war also alles gegeben um einen gute Kriminalgeschichte abzuliefern. Es gibt nur dieses kleine aber. Leider war mir die Handlung in diesem Buch wieder zu stringent. Es gab nichts, an dem sich Percy mal so richtig die Zähne ausbeißen musste. Schade. Wahrscheinlich auf 154 Seiten aber auch nicht möglich…
Die Wertung:
Auch wenn ich mich an manchen Stellen gefragt habe, ist das jetzt ein Kinderkrimi und an anderen Stellen die Antwort definitv „Nein“ lautete, ist die Geschichte sehr gelungen. Ich gebe dem ganzen 4 von 5 Punkten.
Ich denke Leute die Freude an den Büchern von Walter Moers haben, finden in der Galaxie #590B auch eine abwechslungsreiche Zerstreuung.
(15.04.2017)

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