Mittwoch, 17. Mai 2017

[Rezension] In der Liebe ist die Hölle los - Benne Schröder



In der Liebe ist die Hölle los
von Benne Schröder
(Taschenbuch, Rezensionsexemplar)


Verlag: LYX


Der Inhalt:
Catalea Morgenstern will eigentlich nur eins: so wenig wie möglich mit ihrer Familie zu tun haben. Denn ihr Vater ist der Teufel und die Hölle seine Firma. Als dann aber ihr Freund wegen ihrer ständigen Geheimniskrämerei Schluss macht, muss Catalea einsehen, dass sie sich ihrer Bestimmung vielleicht doch nicht entziehen kann. Widerwillig steigt sie in das Familienunternehmen ein, doch schon ihr erster Auftrag geht gewaltig schief – und sofort ist die halbe Hölle hinter ihr her. Mithilfe des teuflisch gutaussehenden Totenanwalts Timur gelingt ihr die Flucht, und plötzlich ist nicht nur Cataleas Leben, sondern auch ihr Herz in Gefahr …
(Klappentext)


Lieblingszitat:
„Er verzog das Gesicht und schnalzte mit der Zunge. »Catalea, mein Kind, hast du deine Memos nicht gelesen? Wir verwenden den Begriff Hölle nicht mehr. Allerhöchstens ist die ganze Firma hinter dir her. Mit der Hölle ist es das gleiche wie bei dieser Eskimosache… oder Negerkuss.«“
(„In der Liebe ist die Hölle los“ von Benne Schröder, Seite 185f.)


Das Fazit:
Die Grundidee dieses Buches ist einfach genial. Die Vorstellung, dass die Hölle eine Firma ist, die am Laufen gehalten werden muss. Also es stimmt nicht nur die Idee, sondern auch die Ausführung ist dem Autor gelungen.
Er hat es geschafft aus stereotypischen Vorstellungen ein sehr real wirkendes Bild der Hölle als Unternehmen zu „zeichnen“.
Aber auch die Mitarbeiter, die Dunklen, sind mit ihren Eigenschaften und besonderen Fähigkeiten bestens ausgestattet. Das hast dem Buch das gewisse etwas gegeben.
Nun zu den Hauptfiguren dieser Geschichte. Da gäbe es Catalea Morgenstern, die Tochter des Teufels. Zwar unehelich, aber trotzdem – auch wenn es ihr nicht passt – arbeitet sie in der Firma. Ihr ist daran alles zuwider, was sie nicht nur besonders macht, sondern mir auch sehr sympathisch. Sie ist super sarkastisch, kann sich kaum einen beißenden Kommentar verkneifen und mag lieber Turnschuhe als Pumps. Auf ihrer Odyssee begleitet sie Timur, der unglaublich heiß ist und anscheinend nur aus Überheblichkeit besteht. Er ist der typische Kerl, den man zurzeit in vielen Büchern trifft. Nicht besonders in seiner Besonderheit.
Aber ohne Wenn und Aber konnte mich der Teufel begeistern. Seine Auftritte waren wohl dosiert eingefügt, aber dafür immer genial. Ich würde soo gern mehr über ihn schreiben, aber dann würde ich etwas zu viel vorweg nehmen, auf das ihr euch freuen solltet.
Zurück zur Handlung, welche in der ersten Hälfte des Buches etwas dahinplätscherte, aber dann richtig Fahrt aufnahm. Ihr könnt euch also auf eine sehr spannende Jagd nach der Wahrheit freuen.
Jetzt aber noch die letzten Sätze zu etwas lustigem, aber sinnlosem in diesem Buch. Manche Kapitel begannen mit Ausschnitten aus dem „Ratgeber für die Toten“. Die sind ultra witzig, aber die tiefere Bedeutung ist an mir vorbeigegangen.


Die Wertung:
Für ein Buch, das mich mitreißt, fesselt und zum Lachen bringt, gibt es von mir 4 von 5 Punkten.
Und falls ihr Lust habt, könnt ihr euch ja mal den Autorensteckbrief auf der Seite von Bastei Lübbe / LYX zu Gemüte führen - sehr witzig -> hier.

(16.05.2017)

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